TARIFA: Spielball im Wind

von firmm Team

Text und Photos: Sonja Van Den Bossche

Al Viento de Levante

‘Pero hay que vivir con él
Forma parte de este clima
Se le va teniendo estima
Y hay que ceñirse a su ley’

(Ausschnitt aus einem alten Gedicht) (1)

Palme im Wind 

Jedes Mal, wenn ich in Tarifa bin, ist dort jemand den ich sicher mehr als einmal treffe. Es ist etwas komisch: Ich kann ihn nicht wirklich sehen, nur spüren und hören. Tagsüber spielt er ohne Pause mit den Blättern der Palmen und wenn er sehr stark ist, fall ich manchmal fast um. Nachts wenn er durch die Straßen geht, hält mich der klappernde Lärm der leeren Mülleiner manchmal wach. Nein, ich rede nicht von einem Angst einflößenden  Dieb… sondern von dem Windgott Aeolus. Um ehrlich zu sein mochte ich ihn noch nie wirklich, aber nach all den Jahren habe ich gelernt mit ihm zu leben und ihn zu akzeptieren so wie er ist: einfach ein Teil Tarifas, der ständig eine Auswirkung auf meinen Urlaub und auf den südlichsten Punkt Spaniens hat.

Verschiedene Arten von Wind

Wenn Sie ab der Playa Chica an der atlantischen Küste entlanglaufen, sehen Sie bald die erst vor kurzem erbaute Thunfischstatue in der Nähe der Playa de los Lances. An ihrem Fuß können Sie die Namen der Winde, die in dieser Region wehen, lesen: Poniente, Mistral, Tramontana, Gregal, Levante, Siroco, Mediodia und Lebeche.

Die Thunfischstatue zeigt nach Osten, es weht der Levante 

Am meisten schickt Aeolus Levante und Poniente durch die Straße von Gibraltar und macht Tarifa nicht nur zu einem Paradies zwischen zwei Meeren – Mittelmeer und Atlantik – und einem Treffpunkt zweier Kontinente – Europa (Spanien) und Afrika (Marokko) – sondern auch zu einem Spielplatz des Windes. Die zwei „Brüder“ sind zwei komplett unterschiedliche „Charaktere“, was schon aufgrund der Bedeutung ihrer Namen, verbunden mit der Position der Sonne, klar wird. Levante kommt von dem Spanischen „levantar“, was „aufsteigen“ bedeutet. Da die Sonne im Osten aufgeht, ist „Levante“ der Ostwind.

Das spanische Wort „poner“ in „Poniente“ kann mit „untergehen“ übersetzt werden. Die Sonne geht im Westen unter, weshalb „Poniente“ der vom Westen herkommende Wind ist. Trotzdem gibt es noch mehr Unterschiede zwischen ihnen…

Der „Levante“ ist ein warmer und trockener Wind, welcher vom Inneren zu den Ozeanen weht. Auf der anderen Seite weht „Poniente“ vom Ozean zum Land und ist kalt und feucht.

Es ist fast unmöglich mit „Levante“ zum Strand zu gehen: der Wind weht dir den Sand auf die Haut, in die Augen, in die Ohren und den Mund. Bei „Poniente“ hingegen können Sie einen schönen Tag am Strand verbringen.

Tarifa ist an der Costa de la Luz (=Küste des Lichtes) gelegen. Die Küste bekam ihren Namen aufgrund des Lichts hier, welches im Wasser reflektiert wird, fast so  wie in einem Spiegel. Somit ist die „Windhauptstadt Europas“ auch bekannt für seine wunderschönen Sonnenuntergänge. Levante füllt den Himmel mit Staub und Dreck. Mit Poniente hingegen scheint die Sonne hell bis zum Untergang. (2)

Morgen ist ein neuer Tag 

Levante

Da ich ein eifriger Walbeobachter bin, fühle ich mich immer etwas verzweifelt sobald der „Levante“ Wind in Tarifa angesagt ist. Denn ich weiß, dass dies die firmm-Boote für einige Tage (oder im ungünstigsten Fall sogar Wochen) an den Steg gebunden lassen könnte.

Während des Levantes finden Boote und Fähren Schutz im Hafen von Tarifa 

Lasst uns einen genaueren Blick auf den „Lebenslauf“ des „Levante“ haben: sein „Geburtsort und –datum“, seine Entwicklung und so weiter.

Der Wind weht das ganze Jahr über vom Alborán-Meer Richtung der Meerenge. Dies liegt an dem Azoren Hoch, das entlang der horizontalen Achse, die durch den Golf von Biskaya führt, gelegen ist,  und seinem geringen Einfluss auf fast die ganze Halbinsel und die Balearen, während es über Marokko ein Tiefdruckgebiet gibt.

Die geographische Situation der Meerenge hat auch sehr viel mit dem “Levante” zu tun. Auf der spanischen Seite befinden sich Klippen sehr nah am Wasser, wie die Bergketten von Bermeja, Ronda, Almijara, Gador und die Sierra Nevada. Auf der marokkanischen Seite das Rif und das Atlas Gebirge.

Wenn nun der „Levante“ weht, muss er durch einen Trichter. Um den engsten Teil des Trichters zu durchqueren, muss er seine Geschwindigkeit aufgrund des Venturi-Effekts erhöhen. (3) Dieses Phänomen -  benannt nach dem italienischen Physiker Giovanni Battista Venturi (1746-1822) – kommt in der Natur vor, wenn eine Flüssigkeit, die durch ein Rohr fließt, durch eine enge Stelle gezwungen wird. (4)

2016 gab es in Tarifa so viel „Levante“ in der Hochsaison, dass es laut den Touristen und Barbesitzern einer der schlimmsten Sommer seit Jahren war! (5)

Dieses Wetter hatte leider desaströse Auswirkungen auf die Tourismusbranche in dieser sowieso schon wirtschaftlich schwachen Gegend… Kitesurfer wollten nicht auf das Wasser, da der starke Wind und die hohen Wellen diesen Wassersport schwieriger und gefährlicher machten. Die Mehrheit der lokalen Campingplätze, „Chiringuitos“ und Hotels nahe dem Strand, sahen ihre Verkäufe und Profite fallen. (6) Wir dürfen auch nicht vergessen, dass auch der Hafen oft aufgrund des starken Windes geschlossen war, sogar die großen Fähren zwischen Tarifa und Tanger konnten den Hafen dann nicht verlassen!

Tarifa, das Surf-Mekka in Europa 

Aufgrund der verlorenen Gewinne wurde in Tarifa  eine neue Kampagne ins Leben gerufen. Sie heißt „Tarifa ist viel mehr als seine Strände“ und möchte klar machen, dass während eines Levante-Sommers dieser Hotspot für Surfer auch andere natürliche und kulturelle Alternativen anbietet. (6)

Zum Beispiel die Zirkus-Schule im Sportzentrum für Familien mit Kindern. Auch außerhalb Tarifas gibt es eine Menge zu entdecken: Conil de la Frontera (Cala del Aceite, Playa Fuente del Gallo, Cala Encendida (in Roche)) und Los Caños de Meca (Playa de Castillejos).Das sind alles Strände ohne Levante in der Provinz Cadiz. Andere Aktivitäten die man in der Region Tarifas mit Kindern unternehmen kann sind: Besuch der Wasserfälle bei Arroyo de la Miel und La Garganta del Capitán in dem Naturpark Alcornocales in Algeciras oder einfach nur schwimmen im Bahia Wasserpark in Algeciras, in Facinas Schwimmbad… (7) (8)

In der Tat muss man hier in Tarifa sehr flexibel sein, da ungünstige Windbedingungen sehr oft Plänen einen Strich durch die Rechnung machen. Besonders Aktivitäten entlang der Küste oder auf dem Meer sind anfällig für Änderungen oder sogar Absagen in letzter Minute. Es wäre nicht das erste Mal, dass an der „ Noche de San Juan“ (jeden 23. Juni), die Feier zum Start des Sommers und das Lagerfeuer am Strand aufgrund des starken Windes abgesagt würde. Oder das während der „Fiesta de la Virgen del Carmen“ (jeden 16. Juli) die mit Blumengirlanden geschmückten Fischerboote nicht aufs Meer fahren. Letztes Jahr (2016) fand dieses Fest der Fischer leider aufgrund eines Waldbrandes entlang des N-340 zwischen Algeciras und Tarifa nicht statt. Weil das Feuer von einem östlichen Wind angefacht wurde, breitete es sich sehr schnell aus und war schwer zu löschen. Die Straße war vorläufig für alle Fahrzeuge geschlossen, was Tarifa unerreichbar machte. (9) Bei firmm heißt es immer Sicherheit zuerst. Daher werden mögliche Gezeiten-Effekte auf das Boot und die Wind-,  und Wetterberichte mehrmals täglich überprüft. Es wird nicht rausgefahren, wenn es zu windig ist oder wenn die See zu rau ist und es dadurch sehr schwer wird die Tiere zu sehen.

Windräder

Der Wind in Tarifa hat nicht nur den Menschen und seine Aktivitäten im Griff, sondern auch die Umwelt, die Flora und Fauna, etc. Es gibt Pro und Contras für die hier sehr häufig vorkommenden Windräder…

Die Nutzung von Wind als Energiequelle, als zufriedenstellender Ersatz zu traditionellen Energiequellen, wurde von der Energiekrise 1973 und den steigenden Ölpreisen im Zeitraum 1973-1986 ausgelöst.

In den 80ern wurde die erste Versuchswindturbine, bekannt als „Mazinger“ in ElCabrito, einem Hügel über Tarifa und zugleich dem windigsten Ort Spaniens, installiert. (10) (11)

Heutzutage ist Spanien der zweitgrößte Produzent von Windenergie in Europa. (12) In der Gegend Tarifas gibt es ungefähr 38 Festland- und Küstenwindparks mit 540 Generatoren (13), welche Energie für geschätzte 300.000 Bewohner bereitstellen und für viele Jobs sorgen. Große Vorteile des neuen Energieträgers.

Die quietschenden alten Windräder nahe El Cabrito, Tarifa Ein hohes Windrad bei Cerro del Tambor, nahe Tarifas Tarifas Windmühlen vom <em><strong>firmm</strong> </em>Boot aus gesehen 

Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt

Die größeren Windräder in der Nachbarschaft Tarifas haben Turbinenblätter mit einem Durchmesser von mehr als 50 Metern! (14) Diese letztere Tatsache bringt uns zu der anderen Seite der Medaille, den Schwierigkeiten der Windenergie…

Nicht nur in Tarifa, sondern weltweit dezimieren Windparks große Raubvögel, besonders Geier.

Ein toter Geier liegt unter den Windrädern 

Schlecht positionierte Windräder sind für die Vögel, welche sich den Turbinenblättern nähern, wie eine Guillotine. Aufgrund ihrer großen Flügelspannweite und geringen Manövrierfähigkeit ist es ihnen unmöglich diese scharfen Messer, die durch die Luft schneiden zu vermeiden. Sie sehen sie kommen, aber sie sind nicht imstande zu bremsen oder ihnen auszuweichen. Und das kostet sie das Leben…

2012 studierte eine Gruppe von Wissenschaftlern – unter ihnen waren Mitglieder der Migres Stiftung in Huerta Grande, in der Nähe Tarifas -  die Sterberate  von Gänsegeiern in 13 Windparks in Tarifa, bevor (2006-2007) und nachdem (2008-2009) gezielte Turbinen stoppende Programme eingesetzt wurden, wenn Geier in der Nähe beobachtet wurden.

Die höchste Sterberate zwischen 2006 und 2007 lag im Oktober und November, während der Wanderzeit. Zwischen 2008 und 2009 senkte sich die Sterberate um 50%, welches darauf hinweist, dass die Nutzung von gezielten Techniken bei Turbinen mit der höchsten Sterblichkeitsrate helfen kann, die Auswirkungen von Windparks auf  Vögel zu reduzieren. (17)

Statistik vom obersten Rat für wissenschaftliche Forschung 

Der Lärm der Windräder kann auch nistende  Raubvögel in der Brutzeit beeinflussen, indem zum Beispiel der erste Flug der Babys gestört wird. Außerdem können die ausgewachsenen Tiere ihren Schlafplatz verlieren, ihre tägliche Flugroutine und das Zugverhalten ändern oder manchmal sogar ihren Lebensraum verlassen! (18)

Hochspannungsleitungen von Windturbinen sind ein weiterer Grund von Vogelsterben: Wasservögel, Wattvögel,… stoßen mit den elektrischen Kabeln zusammen. (19)

In den letzten Jahren hat die Windindustrie auch Insekten und Spezies welche ohnehin schon aufgrund unterschiedlichster Gründe gefährdet sind, getötet, so zum Beispiel Fledermäuse. Letztere nicht durch Kollision, sondern durch Barotrauma, bei dem die Lungen der Fledermäuse aufgrund der Druckunterschiede zwischen den Turbinen explodieren. (20)

In Spanien sind die EAPP (Environmental Assessment of Plans and Programmes, zu Deutsch Umwelt Prüfung von Plänen und Programmen) und die EIA (Environmental Impact Assessment, zu Deutsch Umweltverträglichkeitsprüfung) die zwei effizientesten Werkzeuge um Umweltfaktoren in Planungs- und Entscheidungsprozesse einzubringen und somit die negativen Konsequenzen auf die Umwelt zu minimieren. Es gibt derzeit keine Richtlinien für die Bewertung der Umweltauswirkungen von Windparks auf Vögel und Fledermäuse, weder an Land, Offshore noch an Küsten, was in einigen Teilen Spaniens zu einer chaotischen Umsetzung dieser Energiequelle geführt hat… (21) Die Redensart „Kampf  gegen Windmühlen“ (von Cervantes‘ Don Quixote) wurde für die Gegner von Windkraft in Tarifa buchstäblich  Realität!

Don quijote kämpft gegen Windmühlen, Plaza Alta, Algeciras 

Und was ist mit den Auswirkungen des Windes auf die Tiere im Meere, vor allem auf die Wale und Delphine in der Straße von Gibraltar?

Wellen arbeiten in Kombination mit Gezeiten und Strömungen um Nahrung zu Meerestieren zu transportieren. Größere  Tiere, wie die Wale und andere Meeressäuger folgen den Strömungen, welche auch Plankton mit sich ziehen, auf der Suche nach Nahrung (und Brutplätzen).(22)

Die aufgeregten Pilotwale haben sich normalerweise an einem perfekten Tag nach dem Sturm beruhigt 

Sanddünen

Firmm organisiert auch Walbeobachtungskurse für Einzelpersonen und Familien. Während dieser Kurse macht firmm Bootsfahrten mit den sogenannten „Studis“ und bietet ihnen Vorträge an. Falls es einmal zu windig ist um mit dem Boot rauszufahren, nimmt firmms Meeresbiologe die Kursteilnehmer mit auf die Suche nach Meeresleben an die Steilküste Tarifas oder an die Sanddüne in Bolonia, ein Naturphänomen an Land das stetig aufgrund des Windes seine Form verändert.

Jörn und die "Studis" an der Felsküste in der Nähe Tarifas 

Es gibt zwei große Sanddünen in der Nachbarschaft Tarifas: eine in Bolonia und eine in Punta Paloma.

Die hohe Sanddüne von Punta Paloma steigt mehr als 100 m vom Strand bis zum Norden des Playa de Valdevaqueros. Wenn man die Dünen hinabblickt, kann man in dem losen, goldenen Sand viele tote Äste von Bäumen sehen, man steht also auf den Wipfeln der Bäume. Als Folge einer militärischen Entscheidung im Jahr 1940, wurde der anliegende Pinienwald verstärkt, um die Zunahme der Sandmenge zu verhindern. In den 1990ern versuchten die lokalen Behörden die Bewegung des Sandes mit Rattan Zäunen zu stoppen. Heutzutage sind alle Bäume, der Asphalt der A-2325 und die Zaunspitzen teilweise oder komplett von Sand bedeckt. (23) (24) Im Laufe der Geschichte, haben Menschen immer wieder gegen den Wind in Tarifa angekämpft, jedoch hat bis heute immer die Natur gewonnen…

Bäume unter dem Sand begraben 

"Persona non grata"...

Ich habe Ihnen bis jetzt noch nicht erzählt, was die Tarifeños selbst über den verrufenen Aeolus denken…

Bestimmte Winde sorgen für physische oder emotionale Änderungen bei vielen Bewohnern der Regionen wo diese Winde wehen. In Andalusien können sie Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Angst, Müdigkeit oder Herzrasen verursachen. (25) In der Bäckerei hörte ich einmal eine Frau die in Tarifa lebt, sagen: „Este viento está mortal.” (=”Dieser Wind ist tödlich.”). Diese Wörter durchdrangen mich und verursachten mir Gänsehaut: Ich dachte an den bedauerlichen Rekord, den diese Region aufgrund seiner hohen Selbstmordrate hält! (26)

Glücklicherweise für Tarifa ist dieses ernst zu nehmende Problem der Regierung bewusst. Am 14. November 2016 ist ein Gesetzentwurf in Kraft getreten: ab diesem Tag können die Bewohner Tarifas eine Entschädigung von 6000 € anfordern,  weil neue medizinische Studien  gezeigt haben, dass die übermäßige Geschwindigkeit des Levantes die mentale Gesundheit beeinträchtigt. (27)

Und zuletzt, was für einen Effekt hat der Wind in Tarifa auf mich und meine mentale Gesundheit? Gerade im Sommer macht mich der schwüle und stetig wehende Levante träumerisch und langsam, mehr jedoch in meinem Alltagsleben zuhause! Ein neuer Blick aufs Leben… Und es gibt noch mehr. Nach ein paar Monaten zuhause habe ich das starke Bedürfnis nach Tarifa zurückzukehren, den Wind zu spüren und natürlich mit den firmm-Booten rauszufahren und mit den Walen und Delfinen in der Straße von Gibraltar zu sein, wissend dass sie alle mich stark machen. Ewige Energie…

Dies also ist Tarifa, Spielball im Wind, oder sollte ich sagen „gefangen zwischen dem Teufel und der tiefen blauen See“? Trotzdem, lassen Sie sich von dem Wind nicht abschrecken. Ich hoffe ich sehe Sie bald in dieser kleinen, bezaubernden Stadt um meine Erfahrungen zu teilen und zu bestätigen…

Informationsquellen

(1) Al Viento de Levante

(2) Diez características del levante y del poniente en Cádiz

(3) ¿Por qué hay tanto viento de levante este verano? La respuesta aquí (2016)

(4) The Venturi Effect

(5) Levante Wind Scares Away Tourism and Benefit in Cádiz Coast (24.08.2016)

(6) Las dos caras del Levante en Tarifa (2016)

(7) What To Do with Your Children During a Levante Summer in Tarifa…

(8) Playas de Cádiz sin viento de levante

(9) Declarado incendio en Tarifa (Cádiz) con rachas de viento de más de 100km/h (16/07/2016)

(10) LA ENERGÍA EÓLICA EN ESPAÑA Y ANDALUCÍA: SITUACIÓN Y PERSPECTIVAS * 3.2. Evolución histórica de la energía eólica en España (p. 10)

(11) 25 AÑOS DE LA INSTALACIÓN DEL MAZINGER EN TARIFA

(12) Energía eólica en España

(13) Andalucía * Mapa eólico

(14) Windmills / Tarifa

(15) Así matan los parques eólicos

(16) Fatal Accident with Vulture on a Windmill

(17) Griffon vulture mortality at wind farms in southern Spain: Distribution of fatalities and active mitigation measures (Biological Conservation, March 2012) (p. 1)

(18) Inconvenientes de la energía eólica (p. 16-17)

(19) Wind Turbines and Birds (p. 28-29)

(20) Wind Wings Its Way To Better Bird Protection

(21) Guidelines for Assessing the Impact of Wind Farms on Birds and Bats (Gobierno de España – Ministerio de Agricultura, Alimentación y Medioambiente, 2014) (p. 10)

(22) How Do Waves Affect Marina Animal Life? – Nutrients

(23) Tarifa – Mucho más que viento – Dunas entre pinares

(24) Tarifa – Punta Paloma (Sand Dunes)

(25) ¿Sabes cómo influye el clima en nuestra salud?

(26) Where Spain Stops and the Wind Starts

(27) Indemnización de 6000€ en Tarifa a sus ciudadanos por los trastornos provocados por el levante

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