Forschungsprojekt Grindwale

Foto-Identifikation Grindwale
Foto-Identifikation Grindwale

Anhand unseres Pilotwal-Projektes möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick geben, wie unsere Arbeit vor Ort aussieht.

Seit Aufnahme unserer Aktivitäten haben wir uns intensive Kenntnisse über die Populationen der in der Straße von Gibraltar lebenden Meeressäugetiere erarbeitet. Von den Pilotwalen wissen wir zum Beispiel, dass 12–15 Familien in der Meerenge leben bzw. regelmäßig hier verkehren.

Mit unserem Forschungsprojekt über die Gewöhnlichen Grindwale in der Straße von Gibraltar untersuchen wir:

  • Populationsgröße
  • Familienstrukturen
  • Wanderverhalten

Dabei wenden wir folgende Methoden an:

  • Beobachtung
  • Dokumentation wichtiger Daten
  • Foto-Identifikation

Anhand dieser Methoden konnten wir herausfinden, dass sich mehr als 150 Gewöhnliche Grindwale zumindest zeitweilig in der Straße von Gibraltar aufhalten. Einigen Tieren begegneten wir übers ganze Jahr verteilt immer wieder, sodass wir uns sogar nähere Kenntnisse zu ihrem Nahrungs- und Sozialverhalten aneignen konnten.

Foto-Identifikation

Die Foto-Identifikation ist ein wichtiges Mittel, mehr über die Wale zu erfahren. Jeder Wal hat eine einzigartige Finne. Sie ist mehr oder weniger hoch bzw. gebogen und hat vielleicht sogar Narben von Angriffen anderer Meerestiere oder Verletzungen von Schiffsschrauben. Ein Vergleich mit früheren Fotos, hilft uns einzelne Tiere zu indentifizieren. Beim Archivieren der Fotos werden dank digitaler Aufnahmen auch das Datum und die genaue Zeit mit gesichert. Jedes Foto kann daher mit dem entsprechenden Datenblatt der jeweiligen Sichtung in Zusammenhang gebracht werden. Anhand der Aufzeichnungen, die während der Exkursion gemacht wurden, lassen sich später ggf. Rückschlüsse auf das Verhalten der Tiere ziehen.

Auf den Fotos ist deutlich zu erkennen, wie einmalig die Finnenform ist (ähnlich einzigartig wie der Fingerabdruck eines Menschen).

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